Basel - Bienenkundemuseum
Von Rosmarie am Samstag, 7. November 2009, 09:14 - Aktivitäten - Permalink
Nach einer wunderschönen Fahrt durch den Schwarzwald besuchten die Pensionierten der Sektion Basel das Bienenkundemuseum Münstertal. Zwei leidenschaftliche Imker führten die Basler Teilnehmer durch die Ausstellungsräume, erklärten kompetent die Exponate und wussten die zahlreichen Fragen mit profunden Antworten zu belegen.
Ohne Bienen keine Natur!
«Der Mensch und die Biene von der Urzeit bis Mitte 19. Jahrhundert» war das Thema für eine Besichtigungsfahrt der Basler Pensionierten in Europas grösstes Bienenmuseum im Schwarzwald. Die Geschichte der Bienenzucht ist sehr alt und die Kenntnis des Menschen von den Bienen weist weit zurück in die Vorzeit. Von den Ägyptern, Israeliten, Römern und Griechen existieren viele Belege, die beweisen, dass sie sich intensiv mit Bienen und Honig befassten. Auch im nördlichen Europa stand der Honig hoch im Kurs, war er doch der einzige Süssstoff – der Zucker wurde im Abendland erst durch die Kreuzzüge bekannt. Ausserdem war der Honig von alters her als Heilmittel geschätzt. Auch der Wachs war sehr begehrt. Bienen-wachskerzen erhellten über Jahrhunderte die Räume der Burgen, Klöster und Kirchen. In der kirchlichen Liturgie wird bis heute das Wachs der fleissigen Biene gewürdigt. Sie bringt aber nicht nur Ertrag in Form von Honig, Wachs und anderen wertvollen Produkten, sondern einen noch grösseren indirekten Nutzen durch ihre Bestäubungsarbeit. Die Betrachtung des Bienenvolkes vermittelt dem Menschen tiefe Einblicke in komplizierte Naturvorgänge.
Das Bienenkunde-Museum Münstertal entstand 1976, als der Imkerverein sein 75jähriges Jubiläum feierte. Dabei wurde eine grosse Schau von Betriebsmitteln aus der alten Imkerei gezeigt, und es kam der Wunsch nach einer Dauerausstellung auf. Die Gemeinde bot hierfür das überflüssig gewordene Rathaus der ehemaligen Gemeinde Obertal an. Aktive Vereinsmitglieder entwickelten grossen Arbeitseifer und Gestaltungsfreude, so dass bereits 1978 das Museum eröffnet werden konnte. Eine ungeahnte Sammelleidenschaft füllte bald alle 12 Räume mit Exponaten aus aller Welt. Es sind über 1500 Schaustücke – fast nur Originale und Unikate. So bekam das Museum weltweiten Ruf und ist heute eine Fundgrube von kulturhistorischer Bedeutung.
Der Rundgang beginnt im Obergeschoss in den Räumen 1 bis 6. Zwei leidenschaftliche Imker führten die Basler Teilnehmer durch die Ausstellungsräume, erklärten kompetent die Exponate und wussten die zahlreichen Fragen mit profunden Antworten zu belegen. Ihnen beiden sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.
Nach diesem interessanten Rundgang war es an der Zeit, dass unsere trockenen Kehlen vom vielen Fragen und der knurrende Magen bei einem bäuerlichen Vesper in einem gemütlichen Landgasthof verwöhnt wurden. In geselliger Runde wurde der Ausflug gemütlich beendet.
Jürg Voegelin
/P1020294_bearbeitet.jpg|P1020294_bearbeitet.jpg||P1020294_bearbeitet.jpg, _Nov 2009))