Basel - Besançon
Von Rosmarie am Freitag, 27. November 2009, 10:59 - Aktivitäten - Permalink
Der Besuch von Besançon am Doubs war hochinteressant.
Ausflug Mittwoch, 18. November
Einmal einen sonnigen Spätherbsttag am Doubs erleben zu können, erfuhren einige Rentnerinnen und Rentner im November. Der Vorstand lud zu einer Tagesreise nach Besançon ein. Aufgeteilt in zwei Gruppen und begleitet von je zwei deutsch-sprechenden Reiseführerinnen wurde die Altstadt durchwandert.
Besançon oder lat. Vesontio war Hauptort der Sequaner und liegt an einer Schleife des Flusses Doubs im Nordosten Frankreichs am Rande des Jura. Aufgrund der strategisch günstigen Lage wählte im Jahre 58 v. Chr. Julius Caesar die Stadt als Stützpunkt in seinem Kampf gegen den Suebenfürst Ariovist. 843 wurde durch den Vertrag von Verdun das Kaiserreich Karls des Grossen aufgeteilt. Besançon gehörte seitdem zum Königtum Lothringen und stand unter der Herrschaft der Grafen von Burgund. Nach diesem geschichtlichen Abriss wurde uns erklärt, dass Hilaire de Chardonnet 1889 die erste kommerzielle Kunstseide-Spinnfabrik eröffnete, deren Produkte aus Kollodium gezogen und gesponnen wurden. Diese Erfindung entstand als Antwort auf die verheerende Seidenraupen-Pest auf den Maulbeeren-Plantagen der Region Lyon, seinerzeit Zentrum der französischen Seidenraupen-Zucht. Die Mikrotechnologie und die Uhrenindustrie sind heute die vorrangigen Wirtschafts-zweige. Die Universität der Franche-Comté mit Sitz in Besançon zählt rund 21 000 Studenten. Daneben ist die Gegend bekannt für ihre Milchprodukte, vor allem der Käse (Comté und Morbier). – Im schmucken und sauberen Städtchen mit seinen ungefähr 125 000 Einwohnern stehen etwa 170 als Monument historique klassifizierte Bauwerke. Die Altstadt wird vom Wahrzeichen Besançons, der Zitadelle, überragt. Die Befestigungsanlagen gehen im Wesentlichen auf Marschall Vauban zurück. Neben Zitadelle, Stadtmauer und Fort Griffon zählen noch Stadttore und weitere kleinere Forts zu den Anlagen. Unter den Sakralbauten sind die gotische Kathedrale St-Jean de Besançon (12./18. Jh.), die das Gemälde Vierge aux Saints (1512) von Fra Bartolomeo beherbergt, sowie die Kirchen St-Maurice de Besançon (1711 bis 1714) und St-Pierre de Besançon (1782 bis 1786) hervorzuheben.
Nach dem ungefähr zweistündigen Altstadt-Bummel blieb noch genügend Zeit für weitere Entdeckungen verborgener Sehenswürdigkeiten.
Jürg Voegelin
/P1020538_bearbeitet.jpg|P1020538_bearbeitet.jpg||P1020538_bearbeitet.jpg, _Nov 2009))
